Über diesen Baum
Salix alba, allgemein bekannt als Silber-Weide, ist ein mittelgrosser bis grosser Laubbaum, der in Europa, West- und Zentralasien sowie in Teilen Nordafrikas heimisch ist und typischerweise an Flussufern, in Feuchtgebieten und auf feuchten Ebenen zu finden ist. Er kann eine Höhe von etwa 10 bis 30 Metern erreichen und hat eine unregelmässige, ausladende Krone und eine graubraune, tief gefurchte Rinde. Die schlanken, lanzenförmigen Blätter sind oben grün und unten mit feinen, silberweissen Härchen bedeckt, was der Art ihren Namen gibt. Wie alle Weiden ist sie zweihäusig, mit männlichen und weiblichen Kätzchen, die früh im Frühjahr erscheinen; nach der Bestäubung verlängern sich die weiblichen Kätzchen und geben zahlreiche winzige Samen frei, die von seidigen Härchen umgeben sind, die die Verbreitung durch den Wind unterstützen. Die Silber-Weide wächst schnell, ist aber relativ kurzlebig und anfällig für Krankheiten wie die Wasserfleckenkrankheit. Ihr leichtes, biegsames Holz wird traditionell für Körbe, Möbel, kleine Werkzeuge und Holzkohle verwendet, und die Rinde enthält Salicin, einen Vorläufer von Aspirin und Grundlage alter Volksheilmittel gegen Schmerzen und Fieber. Ökologisch gesehen stabilisiert der Baum Böden, unterstützt die Renaturierung von Uferbereichen und bietet Bestäubern Nektar in der Frühsaison sowie Lebensraum für Vögel und Insekten. Kulturell gesehen sind Weiden in ganz Europa und darüber hinaus reich an Symbolik und werden in Kunst, Literatur und Folklore oft mit Trauer und Widerstandsfähigkeit in Verbindung gebracht.