Über diesen Baum
Alnus glutinosa, oder Schwarz-Erle ist in weiten Teilen Europas heimisch und gedeiht auf feuchten Böden entlang von Flüssen, Bächen und Feuchtgebieten. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 30 Metern, wächst schnell und ist leicht an ihren runden, glänzend grünen Blättern zu erkennen, die bis spät in die Saison hinein erhalten bleiben, bevor sie sich gelb färben. Ihre Rinde ist dunkel und leicht rissig. Im frühen Frühjahr, bevor die Blätter erscheinen, bildet sie sowohl männliche Kätzchen als auch kleine, kegelförmige weibliche Strukturen, die den Winter über bestehen bleiben und Vögel wie Zeisige und Birkenzeisige ernähren. Erlen sind bekannt für ihre Wurzelknöllchen, die stickstofffixierende Bakterien beherbergen und den Boden, auf dem sie wachsen, anreichern. Ökologisch gesehen macht diese Eigenschaft sie zu Pionieren bei der ersten Aufforstung von kargem oder gestörtem Land. Der Baum beherbergt eine Vielzahl von Insektenarten und bietet Amphibien in Feuchtgebieten, wie den Mühlenbachfröschen im Klostergut, Schutz. Seine Widerstandsfähigkeit in feuchten Lebensräumen macht ihn zu einer wichtigen Art für die Stabilisierung von Flussufern und die Förderung der aquatischen Artenvielfalt. Aufgrund seiner Wasserbeständigkeit wurde das Holz der Schwarz-Erle in der Vergangenheit für Holzrohre und andere Elemente im Wasserbau sowie im Unterwasserbau, beispielsweise für die Fundamente von Venedig, verwendet.