Über diesen Baum
Acer pseudoplatanus, auch Berg-Ahorn genannt, ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Westasien heimisch. Es handelt sich um einen grossen, langlebigen Laubbaum, der eine Höhe von bis zu 35 Metern erreichen kann und häufig in Berg- oder Küstenregionen zu finden ist. Die breiten, charakteristisch geformten Blätter sind dunkelgrün mit gezähnten Lappen und färben sich im Herbst gelb oder braun. Im Frühjahr bildet er hängende Trauben mit gelbgrünen Blüten, die insbesondere Bienen und Schwebfliegen anziehen. Seine geflügelten Samen – Samaras – drehen sich beim Fallen, was die Verbreitung durch den Wind begünstigt und ihnen den Namen «Hubschraubersamen» eingebracht hat. Der Baum beherbergt eine Vielzahl von Insektenarten, darunter Blattläuse, die wiederum Raubtiere wie Marienkäfer und deren Fressfeinde wie Schwalben und Mauersegler anziehen. Der Berg-Ahorn ist bekannt für seine Widerstandsfähigkeit und Windtoleranz, was ihn für Aufforstungen und städtische Bepflanzungen beliebt macht. Das Holz ist hell, fest und wird für Möbel und Musikinstrumente wie Violinen geschätzt. Seine fleckige Rinde, die mit zunehmendem Alter in Flecken abblättert, ähnlich wie bei einer Platane, brachte dem Baum seinen lateinischen Namen «pseudoplatanus» (falsche Platane) ein. Obwohl er ökologisch nicht so reichhaltig ist wie einige einheimische Arten, bleibt er ein wichtiger Bestandteil vieler europäischer Landschaften.