Über diesen Baum
Im Innenhof hinter der Eisenbibliothek stehen zwei beeindruckende Exemplare von Ilex aquifolium, allgemein bekannt als Stechpalme, Gewöhnliche Stechpalme, Englische Stechpalme oder Gemeine Stechpalme. Dieser immergrüne Strauch oder kleine Baum ist in West- und Südeuropa, Nordwestafrika und Südwestasien beheimatet. Er wird in der Regel 2 bis 3 Meter hoch, kann aber auch mehr als 15 Meter erreichen und bis zu 300 Jahre alt werden. Die Pflanze ist zweihäusig, wobei die weiblichen Bäume leuchtend rote Beeren produzieren, die den ganzen Winter über bestehen bleiben. Ihre glänzenden, dunkelgrünen, stacheligen Blätter helfen, grasende Tiere abzuschrecken. Die Bäume im Klostergut sind beide männlich. Über ihre botanischen Eigenschaften hinaus hat die Stechpalme tiefe kulturelle Wurzeln. Im vorchristlichen Europa wurde sie mit Schutz und Winterfruchtbarkeit in Verbindung gebracht und während der Mittwinterfeste ins Haus gebracht. Die frühen Christen übernahmen sie als Weihnachtssymbol, wobei die stacheligen Blätter die Dornenkrone und die roten Beeren das Blut Christi symbolisieren sollen. Die Stechpalme ist nach wie vor eine wichtige Zierpflanze zu Weihnachten und wird häufig in Gärten angebaut. Die Beeren sind für Menschen giftig, werden aber von Vögeln geschätzt.