Hans Rudolf Fuhrer

“La Battaglia dei Giganti”

The Battle of Marignano in 1515: was superior French artillery the decisive factor? The military-history perspective


Ferrum 88/2016

The Battle of Marignano in 1515 is thought to exemplify the irresistible rise of technology in warfare and the deployment of integrated weaponry – i. e. infantry, artillery and cavalry – in battle. The Swiss and the French were about evenly matched, each with 30 000 soldiers, but the French were better supplied, had strong defenses, and their artillery was optimally positioned. For this analysis we ask the question: Did François I prevail because he was able to bring superior military resources to bear at the right place and the right time (“just in time”) in mid-September 1515?

In order to answer this question, we have to briefly compare the two sides, taking into account in particular logistics, weaponry and tactics, and then decide whether this oft repeated narrative is in fact correct. The result will come as no surprise: it’s all far more complex. 

«La Battaglia dei Giganti»

Schlacht bei Marignano 1515: Hat die überlegene französische Artillerie die Entscheidung gebracht? Eine militärhistorische Betrachtung


Ferrum 88/2016

Die Schlacht bei Marignano 1515 gilt als Beispiel des unaufhaltsamen Aufstiegs der Technik in der Kriegführung und des sogenannten <Kampfes der Verbundenen Waffen>, d. h. des Zusammenspiels von Infanterie, Artillerie und Kavallerie. Die Eidgenossen und die Franzosen waren mit jeweils 30 000 Mann zwar gleich stark, doch die Franzosen hatten die bessere Verpflegung, starke Befestigungen und ihre starke Artillerie war optimal platziert. Wir stellen uns für diese Analyse die Frage: Hat Franz I. gesiegt, weil er «just in time» Mitte September 1515 überlegene militärische Mittel zur richtigen Zeit an den richtigen Ort bringen konnte?

Um diese Frage zu beantworten, müssen wir beide Kampfparteien unter besonderer Berücksichtigung der Logistik, Bewaffnung und Taktik in der gebotenen Kürze vergleichen und dann entscheiden, ob diese immer wieder nacherzählte Wertung stimmt. Das Ergebnis überrascht wohl kaum: Es ist komplizierter.

 

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