Florian Ruhland

Vormodernes Wasser-Wissen in der Eisenbibliothek (I)

Das Wissen von der Wassergüte bei Jacob Leupold


Ferrum 86/2014

Before contemporary water analysis took hold in the mid-19th century, water quality was determined by a set of criteria characteristic of the entire premodern age. The panorama of this pre-modern water know-how is sketched in a short series of three essays – based on texts found in the inventory of the Iron Library. We begin with a look at “Theatrum Machinarum Hydrotechnicarum”, an early modern book by Jacob Leupold (1724); the two subsequent essays are dedicated to chemical literature and encyclopedias. Based on Leupold’s writings, the author presents the foundations on which water quality analysis in pre-modern times rest: environmental factors, organoleptic indicators and residues in cooking utensils.


Bevor sich die moderne Wasseranalytik ab der Mitte des 19. Jahrhunderts durchzusetzen begann, wurde die Güte von Wasser mit einem Bündel von Kriterien bewertet, das für die gesamte Vormoderne charakteristisch ist. In einer kleinen Serie von drei Aufsätzen soll das Panorama dieses vormodernen Wasser-Wissens skizziert werden – auf der Grundlage von Texten, die sich in den Beständen der Eisenbibliothek befinden. Den Auftakt macht ein frühneuzeitliches Maschinenbuch, der Band «Theatrum Machinarum Hydrotechnicarum» von Jacob Leupold (1724); die beiden folgenden Aufsätze werden sich der chemischen Literatur und den Enzyklopädien widmen. Anhand von Leupolds Ausführungen werden exemplarisch die Standbeine vorgeführt, auf denen in der Vormoderne die Bestimmung der Wasserqualität beruhte: Umweltfaktoren, organoleptische Indikatoren und Residuen im Kochgeschirr.


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