Christoph Rauhut

Wissen auf der Baustelle

Warum neue Baugeräte auf den Baustellen von Hochbauten zur Jahrhundertwende (nicht) benutzt wurden


Ferrum 86/2014

New or modern construction machinery was generally not to be found on building sites around 1900; instead, one would find essentially traditional and simple equipment. The article elaborates on this discrepancy by demonstrating how the use of construction machinery was approached on building sites. Thus, we learn that there were different interpretation models regarding the appropriate use. That these models are to be assigned to the diverse groups of actors (engineers, architects, foremen and contractors) is determined by the actors’ specific knowledge base. The building site turns out to be a place in which varying forms and stores of knowledge interact and compete with one another.


Auf den Baustellen von Hochbauten um 1900 sucht man meist vergebens nach neuen und fortschrittlichen Baumaschinen, man findet stattdessen vornehmlich tradierte und einfache Gerätschaften. Der Artikel thematisiert diese Diskrepanz, indem er aufzeigt, wie der Einsatz von Baumaschinen auf der Baustelle verhandelt wurde. So zeigt sich, dass verschiedene Interpretationsmodelle über die adäquate Benutzung existieren. Dass diese unterschiedlichen Akteursgruppen (Ingenieuren, Architekten, Bauführern und Bauunternehmern) zuzuordnen sind, bedingen die spezifischen Wissensbestände der Akteure. Die Baustelle entpuppt sich als Ort, an dem verschiedene Formen und Bestände von Wissen miteinander interagieren und konkurrieren.


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