Franziska Eggimann

Die «Entrümpelung der Schweiz»

Die Beschaffungslogistik der Eidgenössischen Schrottkommission im Zweiten Weltkrieg. Aus dem Konzernarchiv der Georg Fischer AG


Ferrum 88/2016

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Versorgung der Schweizer Industrie mit Rohstoffen aufgrund sinkender Importe nach und nach prekärer. 1941 reagierte die Sektion Eisen und Maschinen des KIAA (Kriegs-Industrie-und -Arbeitsamt) mit der Gründung der Schrottkommission, deren Vorsitzender der GF-Direktor Ernst Müller wurde. Die Aufgabe dieser Kommission lag in der Beschaffung und der Zuteilung des von den schweizerischen Giessereien und Stahlwerken benötigten Schrotts. Der Artikel zeigt anhand zweier Initiativen, wie die «Schrottfanatiker» bis zum Kriegsende 900 000 Tonnen Schrott sammelten und in den Produktionskreislauf zurückführten.

“Tidying up Switzerland”

The Federal Scrap Metal Commission and its procurement logistics in World War Two


Ferrum 88/2016

During World War Two, procurement of raw materials for Swiss industry became increasingly precarious as imports dwindled. In 1941, the Iron and Machinery Section of the KIAA (War Industry and Labor Office) responded to the crisis by setting up the Scrap Metal Commission, whose Chairman was the GF Director Ernst Müller. The Commission was tasked with procuring and distributing the scrap metal that Swiss foundries and steel works needed. This article discusses two initiatives to show how the “scrap fanatics” collected 900 000 tons of scrap metal by the end of the War and returned it to the production cycle.


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