Tag der offenen Tür 2016

«Magische Maschinen»

Sonntag 5. Juni 2016, 13–17 Uhr

Magische Maschinen

 

Die Eisenbibliothek und das Konzernarchiv der Georg Fischer AG präsentierten am Tag der offenen Tür magische Maschinen aus vier Jahrhunderten.

Rund 100 Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region vertieften sich auf einem Rundgang, geleitet von einem Dutzend Quizfragen, in die verschiedensten Arten von Maschinen und ihre Anwendungen: So erfuhren Sie Details über das raffinierte Bücherleserad des Militäringenieurs Ramelli in der Renaissance, über den «automatischen Bratenwender» im Barock, der sich beim Aufsteigen heisser Luft zu drehen beginnt, oder über das durch Wasser angetriebene Liftsystem des Eiffelturms Ende des 19. Jahrhunderts.

Vom Kupferstich in die digitale Welt

Salomon und Isaac de Caus entwarfen im 17. Jahrhundert ein Universum aus Maschinen und Automaten. In 3D-Animationen wurden die magischen Maschinen zum Leben erweckt. Mehr>>

Magische Maschinen made in Schaffhausen

250 Jahre später konstruierte Johannes Rauschenbach in Schaffhausen landwirtschaftliche Maschinen, darunter so magisch anmutende wie die Hagelkanone. Mehr>>


+ Schätze aus Bibliothek und Archiv 

+ Führungen durch die Eisenbibliothek 

+ Themenbezogenes Basteln für Kinder 

+ Eisenbibliotheks-Quiz 

+ gratis Getränke

Impressionen

Kleine und grosse Besucher am Tag der offenen Tür

Foto: Pauline Zade 

Impressionen

Bericht auf Thurgaukultur.ch

Besucherin in der Eisenbibliothek

Foto: Sascha Erni 

Bericht von Sascha Erni

400 Jahre «Magische Maschinen»: Vom Kupferstich in die digitale Welt

magische Maschinen

Die Magischen Maschinen, um die es hier geht, sind 400 Jahre alt. Ausgangspunkt für die Präsentation sind die Bücher, die Salomon de Caus (1576-1626) und sein Bruder Isaac de Caus (1590-1648) im Jahre 1615 bzw. 1657 veröffentlicht haben. Sie entwerfen darin ein Universum aus unterschiedlichsten Maschinen und Automaten.

Die Eisenbibliothek gehört zu den ganz wenigen Bibliotheken der Welt, in der Sie die Bücher sowohl von Salomon als auch von Isaac de Caus im Orignal finden. Die Präsentation zeigt diese Bücher und transportiert die in ihnen enthaltenen Kupferstiche gleichzeitig in die digitale Gegenwart: Der Karlsruher Ingenieur Rüdiger Mach hat aus Salomon de Caus' Kupferstichen digitale 3D-Modelle und Animationen entwickelt, die den Maschinen Leben einhauchen und ihre Funktionsweise verständlich werden lassen.

Magische Maschinen zum Staunen!

Ein kleiner Einblick


«Magische Maschinen made in Schaffhausen»

Rauschenbach

1842 gründete Johannes Rauschenbach (1815–1881) in Schaffhausen eine «mechanische Werkstätte und Mühlenmacherei». Das Unternehmen spezialisierte sich auf die Herstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und entwickelte sich zur gesamtschweizerisch führenden Firma mit Absatz in ganz Europa und bis nach Russland. 

1912 übersiedelte die Firma vom Rheinufer in grosszügige moderne Fabrikgebäude im wenige Jahre zuvor erschlossenen Industriequartier Ebnat. 1921 erwarb Georg Fischer die Aktienmehrheit der Maschinenfabrik Rauschenbach AG. 

In den 1980er Jahren vollzog sich ein erneuter Wandel im Maschinenbereich von GF: Mit dem Kauf von Charmilles Technologies SA sowie der AGIE SA wurde die Fabrikation von Funkenerosionsmaschinen aufgenommen – das heutige Kerngeschäft von GF Machining Solutions.


Basteln mit Georgius Agricola: Ein Blick ins mittelalterliche Bergwerk

Agricola

Für die jüngeren Besucherinnen und Besucher gab es Basteleien auf den Spuren von Georgius Agricola an. Agricola hat in seinen Büchern wie «De re metallica» (1556) die Welt des Bergbaus und der Metallurgie beschrieben und vor allem in grandiosen Holzschnitten festgehalten. Mit den Papiermodellen, die an Agricolas Holzschnitte angelehnt sind, konnten sich Kinder auf die Spuren Agricolas begeben und einen Blick in den mittelalterlichen Bergbau werfen.